Mein Start als Freelancer Agile Coach

Mein Start als Freelancer

Ein kurzer unbedachter Post auf #facebook löste eine Reflexion meines Ziels aus.

Erster Tag war überraschend erfolgreich… auch wenn er holperig startete.
Erstaunlich wie der Blick auf die Ängste der Mitarbeiter sich ändert, wenn man nicht mehr direkt betroffen ist.
#freelance #leavingcomfortzone

Nach 25 Jahren, uff… ist tatsächlich schon 25 Jahre, der abhängigen Beschäftigung, habe ich gestern den nächsten Schritt in die Selbstständigkeit getan.

Mein erstes Projekt, indem ich selbst verantwortlich bin für den Erfolg oder Misserfolg meines Jobs.

In den Jahren der Festanstellung war der Psychosoziale Druck unterschiedlich stark spürbar, immer verbunden mit, was wird aus mir/uns, wenn die Firma den Bach runtergeht oder der neue Chef noch ein größeres Problem wird, als der Alte.

Es war natürlich bequem zuzuschauen wie die Manager ausgetauscht, oder Abteilungen umstrukturiert bzw sogar geschlossen wurden.
Man sog die Lähmung der Kollegen auf und übernahm sie teilweise sogar bewusst/unbewusst.

Aber seit gestern im neuen Projekt…

Der Gedanke im Hintergrund, was passiert dann... der hat mir gestern gefehlt.

Ich war aufgeregt und angespannt ob der neuen Freiheit, nicht weil mein Aufgabengebiet sich geändert hat, sondern wegen der Freiheit die sich entfaltet.

Ich habe die Möglichkeit bekommen, mir mein Arbeitsfeld auszusuchen und jetzt will ich mich nicht mit Festanstellung belasten. Bekomme aber von diversen Seiten Angebote für Festanstellung und die Angst vor der Freiheit spürbar mit.

Ich habe einen „sicheren“ Planungshorizont von jeweils 3-x Monaten. Das befreit mich von der Sorge das meine Arbeit wie zuletzt in der Komfortzone endet, bzw früher mich einem Diktat oder einer vergifteten Arbeitsatmosphäre längerfristig zu unterwerfen.

Wenn meine Arbeit geschätzt wird und ich genügend Spaß und Freude entwickeln kann morgens gut gelaunt ins Büro zu gehen, wird der Auftrag gerne verlängert.

Wenn nicht, wechsle ich den Auftraggeber und suche ein neues Umfeld in dem ich meine Stärken einsetzen kann. Ein Luxus, den ich mich in der Festanstellung nicht so sehr traute in Frage zu stellen.

Man nimmt den Status Quo zu leicht hin.

Ein ehemaliger Kollege hat dies auch auf Talks entsprechend propagiert:
Quit your Job!

Auf alle Fälle will ich meinen jeweiligen zukünftigen Arbeitgebern meine volle Unterstützung anbieten, auf jedenfall jedoch einen Spiegel ihrer Kultur hinterlassen, positiv wie negativ, an dem sie mit oder ohne mich weiter arbeiten können.

Als Coach brauche ich den objektiven Blick von außen um die richtigen Dinge korrekt ansprechen zu können.

Danke an meine aktuellen Teams für die Super Aufnahme, als auch meinen früheren das sie mir es so schwer gemacht haben, die Komfortzone zu verlassen!

TL:DR;
Ich habe ein neues Projekt, ich habe Spaß, ich sehe Menschen mit Angst nun aus einer anderen Perspektive und biete meine Hilfe an, wenn sie gewollt ist, aber vorerst nicht mehr als Festanstellung.