Lernen mit ChatGPT als Agile Coach – Warum ich kein Produkt gebaut habe

Lernen mit ChatGPT als Agile Coach –
Warum ich kein Produkt gebaut habe

In dieser Blogserie teile ich meine Lernerfahrungen im Umgang mit ChatGPT – aus der Perspektive eines Agile Coaches und Product Owners, der KI nicht nutzt, um schneller zu liefern, sondern um besser zu denken. Die Texte entstehen dabei selbst im Dialog mit ChatGPT und sind Teil dieses Lernprozesses.

Reflexionen über Coaching, Produktdenken und KI-gestützte Entwicklung

Am ersten Tag dachte ich, ich müsste eine Entscheidung treffen.
Also eine große.
Mit Tragweite.
Vielleicht sogar mit einer Roadmap.

Spoiler: Habe ich nicht.

Stattdessen habe ich etwas getan, das sich im ersten Moment ziemlich falsch anfühlte:
Ich habe kein Produkt gebaut.

Was an diesem Tag tatsächlich passiert ist

Wenn ich mir meine Review Notes dieses Tages ansehe, wirkt alles erstaunlich ruhig.

  • Das Ziel des Projekts wurde geklärt.
  • Der Einsatzkontext wurde eingegrenzt.
  • Einige naheliegende Ideen wurden bewusst verworfen.

Kein Code.
Kein Prototyp.
Keine visuelle Bestätigung, dass etwas vorangeht.

Aber ich habe Entscheidungen getroffen.
Und ich habe sie festgehalten.
In meiner Rolle als Product Owner, nicht um Arbeit zu verteilen, sondern um Denken zu klären.

Ein aufgeräumter Schreibtisch, ein offenes Notizbuch und ein Laptop mit Text statt Code.
Eine durchgestrichene Aufgabe erinnert daran, dass Lernen manchmal bedeutet, bewusst nichts zu bauen.
Ein aufgeräumter Schreibtisch, ein offenes Notizbuch und ein Laptop mit Text statt Code.
Eine durchgestrichene Aufgabe erinnert daran, dass Lernen manchmal bedeutet, bewusst nichts zu bauen.

Werkzeuge statt Versprechen

ChatGPT, Unity und Jira waren an diesem Tag keine Lösungen.
Sie waren Werkzeuge.

ChatGPT als Denkpartner beim Lernen mit KI.
Unity als technische Möglichkeit, die bewusst noch nicht genutzt wurde.
Jira als strukturierter Ort, um Entscheidungen sichtbar zu machen, nicht um Features zu planen.

Jira Epics zur Klärung des Scopes

Gerade im Zusammenspiel dieser Werkzeuge habe ich gemerkt, wie leicht man in Produktion rutscht,
obwohl eigentlich noch Klärung nötig wäre.

Die eigentliche Entscheidung

Die zentrale Entscheidung dieses Tages war unspektakulär und genau deshalb wichtig:

Dieses Lernspiel ist kein Produkt.
Es ist eine Intervention im Coaching-Kontext.

Ich nutze es als Agile Coach in meiner Arbeit mit Teams und Organisationen.
Nicht als Software, sondern als moderiertes Lernformat.

Diese Entscheidung steht nüchtern in meinen Notizen.
Ohne Vision-Statement.
Ohne Skalierungsversprechen.

Für mich bedeutete sie vor allem eines:
Ich darf lernen, ohne liefern zu müssen.
Und trotzdem professionell arbeiten.

Was ich über Lernen mit ChatGPT gelernt habe

ChatGPT war an diesem Tag erstaunlich zurückhaltend.
Nicht, weil es nichts zu sagen hatte.
Sondern weil ich aufgehört habe, nach Lösungen zu fragen.

Stattdessen ging es um Fragen wie:

  • Was folgt logisch aus dieser Entscheidung?
  • Was müsste ich als Product Owner jetzt bewusst weglassen?

Das Ergebnis war kein Output.
Sondern Klarheit.

Ich habe gelernt, dass KI-gestützte Entwicklung nicht bedeutet,
möglichst schnell etwas zu bauen.
Sondern präziser zu entscheiden, wann es noch nichts zu bauen gibt.

Eine Einladung an Dich

Wenn du als Coach, Product Owner oder in der Organisationsentwicklung mit KI arbeitest:
Woran merkst du eigentlich, dass ein Werkzeug dir gerade hilft zu denken
und nicht nur dabei, schneller etwas zu produzieren?

Am nächsten Tag habe ich angefangen, Rollen und Figuren zu definieren.
Noch nicht in Unity.
Sondern zuerst im Kopf.


Serien-Abspann: Dieser Beitrag ist Teil einer fortlaufenden Blogserie, in der ich meine Lernerfahrungen im Umgang mit ChatGPT dokumentiere. Die Texte entstehen im Dialog mit ChatGPT und spiegeln meinen aktuellen Denkstand als Agile Coach und Product Owner wider – nicht fertige Antworten, sondern bewusst geteilte Zwischenschritte.